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Nicht nur eine direkter Blitzeinschlag hat verheerende Folgen, auch die Begleiterscheinungen
der induktiven, ohmschen und kapazitiven Einwirkungen können zu fatalen Ergebnissen führen.
Erinnert sei nur an die Tragödie von 1961 am Freneypfeiler am Mont Blanc, bei der
Pierre Kohlmann durch indirekte Blitzeinwirkung in sein Hörgerät schwere
Schädigungen erlitt und wenig später im Inferno starb.

Durch Messungen hat man festgestellt, daß bis zu einer Entfernung von etwa 1000 m vom
Einschlagpunkt - Abhängig von der Größe der Blitzstromparameter - Schäden
an Objekten auftreten können.
Aber auch für Menschen können diese indirekten Blitzeinwirkungen gefährlich werden.

Wie am Anfang erläutert, induzieren Blitzströme in geschlossenen metallenen Schleifen
Spannungen, ähnlich wie bei einem Transformator mit großem Luftspalt.
Je größer die Blitzspannung, um so größer die induzierte Spannung in diesen Schleifen.

Eine Wanderin im Gebirge mit einer Halskette - Durchmesser etwa 30 cm - wird bei einem
Blitzeinschlag in einen Baum in 300 m Entfernung mit einer höheren Spannung über ihre
Halskette geschockt als der neben ihr gehende Kletterfreund mit umgehängten Karabinern,
die etwa nur ein Drittel Durchmesser der Kette haben.


Aber auch in kompakte Metallgegenstände, wie zum Beispiel Eisbeile, Klemmgeräte
( insbesondere extrem große Friends, wie sie auch in die Pumprisse passen ), werden
Spannungen und Ströme induziert, sogenannte Wirbelströme, die zu erheblichen Verletzungen
führen können.
Insbesondere empfindliche elektronische Geräte ( Handys, Navigationsgeräte ) sind gefährdet.
Diese sollten bei aufziehendem Gewitter in Aluminiumfolie eingewickelt werden.




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