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Vermeintlich ist der Einschlagpunkt eines Blitzes unvorhersehbar oder nicht nachvollziehbar.
Augenzeugen berichteten, daß bei einem starken Gewitter ein Blitz zwischen zwei
entgegenkommenden Autos direkt in die ebene Straße und nicht in die doch wesentlich größeren
Fahrzeuge eingeschlagen hat.

Eine Laune der Natur, unkontrolliert, welche irdischen Kräfte wirken hier ?
Wie groß eine Blitzentladung sein wird, vermag in dem Augenblick natürlich niemand zu sagen.
An Hand folgender 3 Beispiele sollen die Einschlagpunke erläutert werden.

Im ionisierten Blitzkanal bahnt sich die Blitzenergie den Weg zur Erde bzw. zur Wolke.
In einer bestimmten Entfernung zu einem Objekt - dem Blitzkugelmittelpunkt -
kann die elektrische Feldstärke so groß werden, daß auf kürzestem Weg eine Blitzentladung
erfolgt.
Hierbei wachsen Fangentladungskanäle vom Boden dem Hauptblitzkanal entgegen.
Welche Fangentladung sich mit dem ionisierten Blitzkanal verbindet, wird durch das sogenannte
Blitzkugelverfahren nach DIN VDE 0185 beschrieben.
Mit Hilfe eines bestimmten Blitzkugelradius, der in der genannten Bestimmung festgelegt ist,
können durch Abrollen der theoretischen Blitzkugel die Einschlagpunkte erfaßt werden.
Das sind nämlich die Punke, an denen die Blitzkugel mit dem Objekt in Berührung kommt.




grün : LPL 3/4 || Radius = 45/60 m || I = 100 kA : Baum 1 und 2 und 3 werden getroffen
Auto und Fuchs sind geschützt




orange : LPL 2 || Radius = 30 m || I = 150 kA : Baum 1 und 2 und 3 und 4 und Auto werden getroffen
Fuchs ist geschützt




blau : LPL 1 || Radius = 20 m || I = 200 kA : Baum 1 und 2 und Auto werden getroffen
Fuchs ist geschützt




Je nach Risikobewertung können Objekte in definierte Gefährdungsklassen eingestuft werden.
Geschützte Berghütten mit einem geringen Gefährdungspegel sind der Gefährdungsklasse LPL 4,
Atomkraftwerke der LPL 1 zugeordnet.




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